Langusten - Suedseefauna2016

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Langusten



Tropische Langusten

Die Vielfarbige Languste Palinurus versicolor kommt im Indopazifik und im Roten Meer vor und kann eine Körperlänge ohne Antennen von bis zu 40 Zentimetern erreichen. Ihre Antennen können durchaus die doppelte Körperlänge erreichen. Die Vielfarbige Languste wird häufig für die Aquaristik importiert, doch wachsen die klein importierten Jungtiere im Aquarium innerhalb eines Jahres schon auf beachtliche Größen heran, was sie für die meisten Aquarien einfach zu groß werden lässt. Daher sollte vor Anschaffung eines Jungtieres darüber nachgedacht werden, wohin man das ausgewachsene Tier bringt. Denn nicht jeder Aquarianer ist auch ein Gourmet... Insbesondere die langen Peitschenantennen stellen dann ein Problem dar, wenn sie über die Wasseroberfläche des Aquariums herausragen. Schon mancher Aquarianer hat dann die Antennen seiner Languste einfach etwas "gekürzt", doch wachsen die so gekürzten Antennen erstens spätestens mit der nächsten Häutung nach, und zweitens stellt das auf keinen Fall eine artgerechte Tierhaltung dar. Trotzdem macht die Haltung juveniler Langusten in Riffaquarien durchaus Sinn, da diese dort vor allem Jagd auf die lästigen Borstenwürmer machen, die von anderen Tieren nicht gefressen werden. Dabei stochern sie mit ihren langen Schreitbeinen aktiv im Substrat herum, bis sie fündig geworden sind. Ab einer Körpergröße von 10cm und mehr sind diese Langusten sehr sauerstoffbedürftig, und sie vertragen Temperaturen jenseits der 27°Celsius Marke nur schlecht. Das liegt daran, dass ab einer Temperatur von 27°Celsius der Sauerstoffgehalt des Wassers mit jedem weiteren Grad der Erwärmung um wenigstens 5% sinkt. Ansonsten lässt sich über diese Languste sagen, dass sie eher zu den pflegeleichten Arten gehört, die problemlos ans Futter gehen und andere Aquarienbewohner nicht weiter behelligen. Allerdings klettern sie gerne auf der Dekoration herum, so dass man diese auf jeden Fall einsturzsicher montieren muss. Die blauen Beine und die weißen Antennen, die einer rosafarbenen Antennenbasis entspringen, machen diese Languste zu einem echten Schmuckstück für große Riffaquarien. Bei der Vergesellschaftung mit Seeanemonen jeglicher Art muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Langusten den Seeanemonen nicht ständig das Futter aus den Tentakeln stehlen. Dieses kann man durch angemessene Fütterungen vermeiden. Abschließend sei angemerkt, dass Langusten durchaus Fischen gefährlich werden können; in der Regel vertilgen sie jedoch nur angeschlagene, kranke oder tote Fische. Pflegt man eine Languste mit Fischen zusammen, so sollte man sich davor hüten, die Languste oder andere Tiere mit Fischstückchen oder Futterfischen zu ernähren. Das Ergebnis könnte es dann nämlich sein, dass die Languste eine Präferenz für Fischfleisch entwickelt und dann während der Nacht schlafende Fische überfällt und dann genüsslich verzehrt. Dieser Sachverhalt wurde mir durch einen befreundeten Aquarianer bekannt, der seine Feuerfische mit Futterstinten ernährt hatte, wovon auch die Languste einen Teil abbekam. Im Ergebnis begann das Tier dann nach einer Weile, diverse Fische des Nachts anzugreifen und vernichtete so Fische im Wert von mehreren hundert Euro!

Weitere Langustenarten, von links nach rechts:

Schmucklanguste, Palinurus ornatus, Hummerlanguste Panulirus homarus, Flecklanguste Palinurus guttatus und Kaplanguste Jasus edwardsii.

Mehr über Langusten erfahren Sie hier:

https://www.amazon.de/Meeresbiologie-I-Die-Welt-Zehnfusskrebse/dp/3981255348/ref=asap_bc?ie=UTF8

 
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