Kaurischnecken - Suedseefauna2016

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Kaurischnecken



Kaurischnecken (Cypraeidae)

Oben: Tigerkauri Cypraea tigris.

Kaurischnecken
umhüllen ihre Gehäuse mit einem fleischigen Mantel, welcher die Tentakeln von Seeanemonen imitiert und die Schnecken damit gegen Räuber schützt. In den meisten Fällen werden sie deshalb nicht von Fischen angegriffen, weshalb man sie sehr gut in Fischaquarien halten kann. Manche Kauris ernähren sich von Wirbellosen wie Hydroidpolypen, Schwämmen oder Korallen, weshalb man sie mit diesen im Aquarium nicht vergesellschaften kann oder sollte. Solche Nahrungsspezialisten sind für die Aquaristik nicht geeignet. Viele von den Sammlern begehrte Kaurigehäuse sind nicht unbedingt selten, doch ist hier in vielen Fällen die Nachfrage hoch und steigert das allgemeine Preisniveau. Andere Kauris wiederum sind nicht besonders schön oder gar selten, doch kann man sie nur in tiefen Arealen deutlich unterhalb des Sublittorals finden, was es schwer macht, sie zu sammeln. Und einige Tiefwasserarten wurden auch schon aus den Mägen von hier gefangenen Speisefischen geborgen. Heutzutage kann man jedoch viele dieser begehrten Arten weltweit durch Auktionsnetze im Internet bekommen, was leider oft das ursprünglich hohe Preisniveau zerstörte. Daher wollen manche Politiker den Handel mit den Schalen am liebsten ganz verbieten lassen. Diese Absichten werden in der Regel damit erklärt, dass man die Natur schützen wolle, doch ist es auf der anderen Seite wohl kaum möglich, marine Arten durch eine bloße Übernutzung lokaler Populationen vollständig auszurotten. Ich halte diese Idee des Artenschutzes allein schon deshalb für verkehrt, weil es erheblich effizienter ist, komplette Lebensräume unter Schutz zu stellen als nur einzelne Arten bewahren zu wollen. Das schließt es natürlich ein, ganze Rifflebensgemeinschaften vor allem vor den Aktivitäten der kommerziellen Fischerei zu schützen. Würde man dagegen nur den Handel mit Muschelschalen verbieten, würde man vielen Menschen in den so genannten Drittweltländern die Existenzgrundlage entziehen und damit dann wiederum soziale Konflikte verschärfen. Selbstverständlich müssen die natürlichen Ressourcen verantwortungsvoll und nachhaltig genutzt werden. Ergänzend hierzu sei noch angemerkt, dass manche Länder scharfe Schutzgesetze erlassen haben, welche den illegalen Export von Muschelschalen sogar mit Gefängnis ahnden. Deshalb sollten Touristen, welche solche Schalen in tropischen Ländern sammeln oder kaufen wollen, sich vorher besser beim Zoll über die Rechtslage informieren, um spätere böse Überraschungen am Flughafen zu vermeiden. Insbesondere Länder wie die USA, Australien, und Singapur sollten in diesem Kontext sehr ernst genommen werden.

Mehr Informationen über Kaurischnecken finden Sie unter:
https://www.amazon.de/Muscheln-sammeln-Gewinn-Sven-Gehrmann/dp/1503139948/ref=asap_bc?ie=UTF8

Unten: Geldschnecke Monetaria moneta und Arabische Kaurischnecke Mauritia arabica.

 
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