Giftig! - Suedseefauna2016

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Giftig!



Achtung! Nur sehr giftig!

Giftige Seeigel: Oben, von links nach rechts: Tripneustes gratilla und Lytechinus variegatus.
Diese Seeigel gehören zu den Giftzangenseeigeln (Toxopneustidae) und können schlimme Vergiftungen hervorrufen. Im Aquarium sind sie gut haltbar.
Ganz rechts: Diadem-Seeigel (Diadema setosum) beim Ablaichen im Seeaquarium. Dieser Seeigel ist gut haltbar und sollte bei der Nachzucht von Kardinalbarschen wie etwa Pterapogon kauderni als Zuflucht für die Jungfische vorhanden sein. Aber Vorsicht! Seine Stacheln sind schwach giftig und brechen im Ernstfall nicht nur in der Wunde ab, sondern bleiben auch deshalb stecken, weil sie winzig feine Widerhaken besitzen. Unbekannte Seeigelarten sollte man niemals mit der Hand anfassen, denn insbesondere die Giftzangenseeigel können mit den zwischen ihren Stacheln sitzenden kleinen Giftzangen empfindlich zukneifen. Im Wiederholungsfall könnten sich Allergene gebildet haben, die sogar einen tödlichen anaphylaktischen Schock auslösen können. Deshalb ist ein respektvoller Umgang mit diesen Tieren stets angeraten!

Giftige Holothurien:
Wunderschön anzusehen sind tropische Seegurken wie der Seeapfel Pseudocolochirus violaceus. Zum einen ist diese Art schwierig am Leben zu erhalten, da sie ständig Planktonfutter benötigt und in den meisten Fällen über Wochen und Monate im Aquarium verhungert. Zum anderen enthält sie das für Fische tödliche Gift Holothurin. Ein Giftunfall kann immer dann eintreten, wenn eine Seegurke abstirbt, ablaicht, in eine Pumpe gerät oder durch sonstige Ursachen mechanisch beschädigt wird. Das Gift rafft dann innerhalb kurzer Zeit den gesamten Fischbestand des Aquariums dahin und richtet an den Fischen irreparable Schäden an. Daher sollte von der Pflege solcher Tiere im Zusammenhang mit der Fischhaltung Abstand genommen werden. Das gleiche gilt auch für andere Seegurken, auch wenn diese als „Staubsauger" auf dem Bodengrund nur Detritus fressen und von vielen für harmlos gehalten werden. Ich persönlich würde nicht einen kostbaren Fischbestand im Wert von möglicherweise hunderten von Euro wegen einer Seegurke einbüßen wollen. Im Falle eines Giftunfalles können in den meisten Fällen weder ein Eiweißabschäumer noch ein massiver Einsatz von Aktivkohle irgendetwas retten. Im Artenbecken mit anderen Wirbellosen vergesellschaftet mag die Haltung von Seegurken interessant sein. Im Fischbecken ist sie gefährlich!


 
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