Babylon- und Olivenschnecken - Suedseefauna2016

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Babylon- und Olivenschnecken



Olivenschnecken (Oliviidae) und Babylonschnecken (Superfamilie Muricoidea)

Links: Olivenschnecke Olivia sayana; Rechts: Orange Babylonschnecke, Babylonia lutosa

Lebende Olivenschnecken leben verborgen im Sand zwischen den Korallen der tropischen Riffe. Hier verstecken sie sich vor Räubern und erscheinen nur dann an der Oberfläche des Sandgrundes, wenn sie Nahrung gewittert haben. Denn sie fressen vor allem tote Tiere und Detritus. Der Glanz ihrer Schalen steht dem der Kaurischnecken in nichts nach. Einige dieser Arten sind selten und daher gefragte Sammelobjekte. In Meerwasseraquarien können sie ausgezeichnet gehalten werden, denn hier können sie sich durch das Umpflügen des Aquariengrundes nützlich machen und Futterreste oder abgestorbene Mitbewohner entsorgen. Leider kann man sie nicht oft zu Gesicht bekommen, weil sie sich die meiste Zeit im Bodensubstrat eingraben. Will man wissen, wie viele Olivenschnecken noch da sind, so sollte man einfach ein Stückchen toten Fisch auf den Bodengrund legen und einige Minuten auf die Schnecken warten. Diese erscheinen dann auch sehr schnell, denn sie gehören mit zu den schnellsten Mollusken, die den Meeresgrund bevölkern.
Babylonschnecken sind mit den Felsenschnecken verwandt und gehören ebenso wie diese zur Superfamilie Muricoidea. Sie alle sind kleine Raubschnecken, die auf sandigen Böden oder zwischen Korallenstöcken leben, um hier Würmer oder andere Mollusken zu jagen. Im Riffaquarium sind sie nützliche Vertilger von unerwünschten Borstenwürmern, die von anderen Tieren nicht gefressen werden.

 
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